„Mein Übergewicht machte mich krank!“

Die Verlockungen sind groß, vor allem, wenn man wie Ina Pichel in der Lebensmittelbranche arbeitet, Haushalte mit Köstlichkeiten versorgt und selber eigentlich abspecken möchte. Doch die 45-Jährige hat es geschafft und 35 Kilo abgenommen. Wie genau? Das verrät Sie hier.

Jede Menge Fisch, Fleisch und Gemüse kombiniert mit stoffwechselanregenden Globuli. Dieses einfache Rezept führte Pichel zu ihrem Wunschgewicht.Ostern 2014 begann sie mit einer Stoffwechselkur, dank der sie bis heute ohne Rückschläge oder Jojo-Effekt ihr Gewicht hält. Auslöser war ein ernstes Gespräch mit ihrem Arzt: Denn dieser sah spätestens in einem Jahr einen Herzinfarkt kommen, wenn Pichel nichts an ihren Ernährungsgewohnheiten ändern würde. Doch nicht nur ihre Ernährung wurde in dieser Zeit komplett auf den Kopf gestellt, sondern auch ihr soziales Leben hat seither einen regelrechten Aufschwung erlebt. "Ich wurde von allen Seiten angesprochen. Schon nach einer Woche konnte man die ersten Erfolge sehen, das machte nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch meine Kunden neugierig, wie ich das geschafft habe. So viel Zuspruch motivierte mich, durchzuhalten",erinnert sich Pichel.

Hier erfahren Sie, wie die Stoffwechselkur aufgebaut ist und welche persönlichen Erfahrungen Pichel gemacht hat. Zudem beleuchtet Ernährungsexpertin Marga Hamacher dieKur aus ernährungstechnischer Sicht.

Die vier Phasen der Stoffwechselkur

Das Konzept der Stoffwechselkur geht davon aus, dass jeder Mensch ein Gewicht besitzt, auf das der Körper nach jeder Diät zurück möchte. Er ist sozusagen auf dieses Gewicht programmiert. Ziel der Kur ist es, dieses Gewicht, den sogenannten "Set-Point", neu zu programmieren unddem Körper somit ein neues Wohlfühlgewicht vorzugeben, um so dem gefürchteten Jojo-Effekt entgegenzuwirken. Den nachhaltigen Erfolg dieser Kur machen ernährungsergänzende Vital- undMineralstoffe aus, mit denen der Körper bei der Umstellung unterstützt werden soll.

Ladephase

Die Kur ist in vier Phasen eingeteilt. Sie beginnt mit einer zweitägigen Ladephase, in der allesund so viel gegessen werden darf, wie man möchte, kombiniert mit der Einnahme von Globuli und Vitalstoffen, die dem Körper bei der Umstellung helfen, indem sie unter anderem die Fettdepots öffnen und daraus die nötige Energie für die Kur gewinnen.

Diätphase

Darauf folgt eine 21-tägige Diätphase, in der die Abnehmwilligen sich an einen strikten Essensplan mit Rezeptvorschlägen und einer Liste erlaubter Lebensmittel halten, wiederum in Kombination mit Globuli und Vitalstoffen. Hinzu kommen einige wichtige Regeln, wie etwa, dass man sich zwar eiweißreich ernähren, in einer Mahlzeit jedoch keine zwei verschiedenen Eiweiße,zum Beispiel Fisch und Hühnchen, kombinieren soll. Ebenso sollte bei den Zwischenmahlzeiten nur jeweils eine Obstsorte verzehrt sowie in dieser Phase komplett auf Salz verzichtet werden."Salz kann im Körper Wassereinlagerung verursachen, denn es bindet Wasser", verrät Hamacher, Ernährungsexpertin bei eismann. Ist die zweite Phase abgeschlossen, das Wunschgewicht jedoch noch nicht erreicht, kann man diese Phase wiederholen. Vor einer dritten Wiederholung sollte jedoch eine Pause von mindestens zwei Monaten eingelegt werden, um den Körper zu schonen.

Stabilisierungsphase

Nach Phase Zwei oder während der zweimonatigen Pause, startet die dritte Phase. Die ebenfalls 21-tägige Stabilisierungsphase, in der die Globuli abgesetzt werden, die Vitalstoffe aber weiter eingenommen werden. Am Anfang dieser Phase wird das Gewicht kontrolliert und dieses gilt als neuer "Set-Point", der in den drei Wochen der Stabilisierungsphase gehalten werden soll, plus/minus ein Kilogramm.In dieser Zeit brauchen keine Kalorien mehr reduziert werden und Salz in Form von Himalayasalz ist ebenfalls wieder erlaubt. Es sollte allerdings eine eiweißhaltige Ernährung beibehalten und viele gute Fette, zum Beispiel aus Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Avocados etc., zu sich genommen werden. Auch ein gelegentliches Glas Rotwein oder Bier sind nun erlaubt. Vermeiden sollte man allerdings alles, was Mehl enthält sowie Zucker, verarbeitete Lebensmittel,Kartoffeln, Reis und Nudeln.

Testphase

Im Anschluss an die Stabilisierungsphase folgt die Testphase, in der getestet wird, ob der neue Set-Point gesetzt ist oder man bei normaler Ernährung wieder zunimmt. Nach und nach werden wieder Produkte in die Ernährung aufgenommen, die zuvor tabu waren. Von bestimmten Gemüse oder Obstsorten bis hin zu Brot oder Kartoffeln. Entfernt sich das Gewicht in dieser Phase mehrals zwei Kilo vom neuen Set-Point, sollten bestimmte Lebensmittel wieder vom Plan gestrichen werden.Die Testphase wird solange unter strenger Beobachtung des Gewichts weitergeführt, bis wieder eine reichhaltigere Ernährung aufgenommen wurde, ohne sich zu weit von seinem neuen Set-Point zu entfernen.