Die Top-10-Food-Trends und wie man sie umsetzt

Ernährungs-Trends stehen auch bei eismann auf dem Zettel - und sind nicht nur für junge Leute

Der Wunsch nach Individualität hat längst auch in die heimischen Küchen Einzug gehalten. Der starke Trend zu vegetarischer oder veganer Ernährung bildete nur den Anfang. Je ausgefallener, umso besser. Marga Hamacher, Ernährungsexpertin bei eismann, präsentiert den Trend-Guide für alle Food-Junkies und gibt Tipps, wie die Top-Food-Trends in den Alltag integriert werden können, wo Verbraucher nützliche Informationen finden und welche Events man auf jeden Fall nicht verpassen sollte.

Veggie-centric (Gemüse im Mittelpunkt):

Gemüse ist das neue Fleisch – es spielt die Hauptrolle auf dem Teller, während Fleisch und Fisch als Eiweißlieferant nur noch Nebendarsteller sind. Ein Vorteil für viele, die sich gesünder und vitaminreicher ernähren möchten.Koch-Tipp: Dieser Trend ist nicht nur was für Vegetarier, sondern darf gerne mit einem Stück Fleisch oder Fisch kombiniert werden, nur eben nicht als Hauptzutat.

Web-Tipp: Auf Pinterest kann man sich Inspirationen für Rezepte und Food-Stylings holen, die das Gemüse auf dem Teller so richtig in Szene setzen. Einfach nach „Veggie Centric“ suchen.

Infinite Food (unbegrenztes Essen):

Weniger ist mehr, so könnte hier das Motto lauten. Bei diesem Trend verteilen sich viele kleine Mahlzeiten rund um die Uhr. Infinite Food findet immer mehr Fans, gerade bei Großstädtern. Schließlich sind in der Stadt gesunde Snacks jederzeit und fast überall verfügbar.

Shopping-Tipp: Ob der Wochenmarkt um die Ecke, angesagte Street-Food-Stände in der City oder „hippe“ Pop-up-Restaurants – dort gibt es ein besonders gesundes Snack-Angebot.

Koch-Tipp: Einfach zuhause eine Snackbox mit Gemüsesticks und Nüssen für unterwegs vorbereiten oder kleine Mahlzeiten vorkochen und ins Büro mitnehmen. Rezeptideen gibt es unter www.eismann.de/rezeptwelt 

Re-use Food (Wiederverwendung von Essen):

Ein Trend, der der Verschwendung Einhalt gebietet. Hier wird nichts weggeworfen! Der Reis im Kühlschrank von vorgestern wird zum Beispiel zu einer neuen Mahlzeit mit Gemüse und anderen Zutaten kombiniert.

Web-Tipp: Sind nur ein oder zwei Zutaten vom gestrigen Mahl übrig geblieben, kann man zum Beispiel unter www.eatsmarter.de nach passenden Rezepten für genau diese Zutaten filtern. Andere Zutaten, die man gerade nicht im Haus hat, können bei der Suche ausgeschlossen werden.

Fast Good (schnelles, aber gesundes Essen):

Fast Food war gestern, heute ist Fast Good angesagt. Auch wer schnell etwas snacken möchte, legt dabei Wert auf gesunde Zutaten wie Bio Burger, frisches Gemüse oder regionale Produkte ohne künstliche Zusätze.

Shopping-Tipp: der „Better Burger“, mit Avocado, hochwertigem Fleisch, frischem Gemüse, leichten Saucen und knackigem Brötchen, ist die perfekte Alternative zum fettigen Burger.Event-Tipp: Das Street Food Festival läuft von März bis Mai 2016 in verschiedenen Städten Deutschlands. Infos unter www.street-food-festival.de 

Food Pairing (Essens-Paarung):

Gegensätze ziehen sich an, wie dieser Trend beweist. Bewusst werden hier Lebensmittel aufgrund ihrer Aromastoffe neu kombiniert, beispielsweise Schokolade mit Fleisch. Die Aroma-Lehre besagt, dass es insgesamt sieben Aroma-Gruppen gibt, in die alle Lebensmittel eingeordnet werden können. Kombiniert man die Lebensmittel aus der gleichen Aroma-Gruppe, erhält man ungeahnt köstliche Kombinationen. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach.

Koch-Tipp: Die klassische Tomatensoße zu den Spaghetti etwa lässt sich bereits mit etwas Orangenschale aufpeppen, zur Mousse au chocolat passen laut Aroma-Lehre prima Röstzwiebeln und gebratener Speck.

Web-Tipp: Bei www.foodpairing.com kann man mit einem kostenlosen Account spannende Food Pairing Kombinationen erstellen und durch Rezepte stöbern.

Hybrid Food (gemischtes Essen):

Einfach mal Neues wagen und bekannte Speisen kombinieren, das ist „Hybridessen“. Schon die Wortschöpfungen sind hier erstaunlich: Die Kreuzung aus Donut und Croissant heißt Cronut, die Verbindung aus Croissant und Bagel wird zum Cragel, die Bulette im Pita-Teig heißt künftig Bullita.

Buch-Tipp: Ann Sunday: Hybrid-Food Selbst gemacht. Taschenbuch. Books on Demand, Hamburg 2015, 92 Seiten. 8,99 Euro. E-Book 3,49 Euro.Koch-Tipp: Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist erlaubt!

Sensual Food (sinnliches Essen):

Bei diesem Trend geht es darum, bewusster zu genießen, langsamer und mit mehr Genuss zu essen. Ein Vorteil: Dadurch setzt das Sättigungsgefühl schneller ein und man isst weniger, dafür aber gesünder.

Koch-Tipp: Butter ist ein Geschmacksträger und verbindet die unterschiedlichen Aromen optimal. Sie sollte zu fast jedem Sensual-Rezept gehören.

Smoked Food (geräuchertes Essen):

Grillen war gestern, heute wird Fleisch, Fisch oder Gemüse geräuchert. Die unterschiedlichen Raucharomen geben den Zutaten eine persönliche Note und sorgen für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse – auch bei eingefleischten Grillfans.

Koch-Tipp I: Räucherofen selbst gemacht: Einen flachen Topf oder Wok samt Deckel mit Alufolie auskleiden, ein Gitter (zum Beispiel ein passendes rundes Grillrost) ebenfalls mit Alufolie umschlagen und ein paar Löcher hineinstechen. In den Topf die Räucherzutaten legen und erhitzen, bis Rauch entsteht. Die zu räuchernden Zutaten auf das Gitter legen, mit dem Deckel abdecken und je nach Geschmack kurz oder lange räuchern.

Koch-Tipp II: Es muss nicht immer Buchenrauch sein, denn auch Lorbeerblätter, Tee, Sternanis oder Zimt eignen sich zum aromatischen räuchern.

Spiritual Food (geistiges Essen):

Die Verbindung aus Lifestyle und religiöser Ethik schafft einen alten neuen Ernährungstrend. Zu den Vorbildern zählen „halal“ (erlaubt nach den muslimischen Speiseregeln) oder koscheres Essen (gemäß jüdischer Speiseregeln).

Shopping-Tipp: Als „halal“ gelten zum Beispiel alle pflanzlichen Lebensmittel, ausgenommen solche, die berauschend oder toxisch sind. Tabu sind Aas, Blut, Schweinefleisch und Rauschmittel wie Alkohol.

Web-Tipp: Für schnelle Rezept-Ideen findet man auf den üblichen Seiten im Internet (www.chefkoch.de) immer auch eine große Auswahl an Spiritual-Food-geeigneten Rezepten. Auch kann man sich auf www.worldsoffood.de informieren, wie etwa die Regeln für „halal“ oder andere Nahrungsgebräuche lauten.

Clean Eating (sauberes Essen):

Charakteristisch für diesen Trend ist die ausschließliche Verwendung von frischen, natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe. Farbstoffe, Aromastoffe oder sogar Geschmacksverstärker sind absolut tabu. Geprägt wird Clean Eating von vegetarischen Rezepten, dunklen Körnern und dunklen Weizennudeln, kombiniert mit Obst und Gemüse aus regionaler Herkunft, aber auch Fleisch und Fisch.Shopping-Tipp: Im Supermarkt gilt die Devise: So wenig Zutaten auf der Zutatenliste wie möglich.

Web-Tipp: Der Trend boomt – im Internet findet man zahlreiche Inspirationen für Rezepte, zum Beispiel auf diversen Food-Blogs oder auch auf www.eat-clean.de